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Über mich
Auf den unterschiedlichen Stationen meines beruflichen Weges bin ich seit nun über 20 Jahren dem Messie-Phänomen in unterschiedlichsten Ausprägungen begegnet, lange bevor ich wusste, dass es die Definition eines solchen Phänomens überhaupt gibt.
Nach meiner Ausbildung zur Altenpflegerin arbeitete ich 7 Jahre lang in verschiedenen Einrichtungen. Viele der alten Menschen neigten zum Horten von Lebensmitteln oder sammelten Unmengen von Erinnerungsstücken. Es war ihnen nicht möglich, sich von Dingen zu trennen. Immer wieder gab es aufgrund der hygienischen Zustände Konflikte mit dem Gesundheitsamt. Dieser Druck von außerhalb führte zu Ausübung von Zwang auf die Bewohner; die Beziehung zwischen Pflegepersonal und Betreuten war gestört. Diesen Zustand erlebte ich als nicht tragbar; ich fühlte mich ohnmächtig und inkompetent und sah keinen Ansatz um Veränderungen herbeizuführen. Während meiner anschließenden Tätigkeit als Lehrerin in der Altenpflege-
ausbildung berichteten mir etliche SchülerInnen von ähnlichen Problemen und ihrer Hilflosigkeit im Umgang damit. Es handelte sich also um ein weit verbreitetes Phänomen in der Altenpflege.
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